Prof. Dr. Dr. Reinhard Werth
LMU München

 

 

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Reinhard Werth, Professor für Medizinische Psychologie an der Ludwig-Maximilians Universität München und Neuropsychologe am Institut für Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin der Universität München. Habilitiert (Dr. med. habil.) für Medizinische Psychologie und für Wissenschaftstheorie (Dr. phil. habil.). Zeigte 1982, dass die vagen Begriffe bewusst, unbewusst, Bewusstsein mit Hilfe der formalen Logik  naturwissenschaftlich fassbar sind und auf welche Weise bewusste und unbewusste visuelle Leistungen bei hirngeschädigten Patienten quantitativ messbar ist (Werth 1982, 2010). Durch systematische Reizung von Gesichtsfeldbereichen, die nach einer Hirnschädigung erblindet waren, gelang es Werth und Moehrenschlager (1999) und Werth und Seelos (2005) bei Kindern verlorene Sehfunktionen wiederherzustellen. Werth zeigte als erster, dass das Gehirn bei Kindern eine solche Plastizität besitzt, dass nach Verlust einer Großhirnhemisphäre oder nach Verlust beider Hinterhauptslappen des Gehirns, deren Funktion für das Sehen für unabdingbar gehalten wurde, sich im Kindesalter trotzdem ein normales Gesichtsfeld ausbilden kann (Werth 2006a). In anschließenden Untersuchungen zeigte Werth, dass nach Verlust beider Großhirnhemisphären im Kindesalter der Hirnstamm noch elementare Sehfunktionen im Zentrum des Gesichtsfeldes (fovealer und perifovealer Bereich) und elementare Hörleistungen vermitteln kann (Werth 2007a).

In einem weiteren Forschungsprojekt zeigte Werth, dass das, was als Legasthenie bezeichnet wird, unterschiedliche Ursachen haben kann, so dass es sich bei der Legasthenie nicht um eine einzige, eigenständige Störung handelt. Werth entwickelte Methoden, mit denen die Ursachen der Lesestörung bei jedem Kind oder Erwachsenen festgestellt werden können (Werth 2001; Werth et al. 2003-2007). Daraus entwickelte Werth eine auf die jeweiligen Ursachen gerichtete kompensatorische Therapie. In zwei unabhängigen Studien wurde nachgewiesen, dass sich mit Hilfe dieser Therapie die Zahl der Lesefehler sich in einer einzigen Sitzung um fast zwei Drittel reduzieren lässt (Werth 2006b, 2007b; Klische 2007).

Werth gelang es, den Begriff des freien Willens naturwissenschaftlich zu rekonstruieren und die Existenz des freien Willens nachzuweisen (Werth 2010).

 

 

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